German's in Germany | Seit der Fußball WM 2006 zeigt Deutschland stolz wieder Flagge, erstmals seit 60 Jahren ohne sich mit "schwarz-rot-gold" zu schämen. Deutschlands Rolle als Industrieland, als Gastgeber und Kulturmetropole ist international rehabilitiert und wieder hoch angesehen. Die Deutschen sind auf der ganzen Welt gern willkommen, ob als Fußballfans, zahlungskräftige Touristen, als Investoren oder Projektentwickler. Der Deutsche fährt gern deutsche Autos, denn sie sind Status, halten länger, verursachen weniger Reparaturen und der Verkaufswert ist hoch. Das trifft jedoch weder für Ge- noch für Verbrauchsgüter zu! Wir Deutsche erfreuen uns an holländischen Tulpen, an der Gastfreundschaft griechischer Restaurants, lieben italienisches Spaghettieis, schätzen die elsässische Küche, essen Serrano und trinken Uzo, Ramazotti, Linie und Grappa. Deutschlands größter Caterer kommt aus Frankreich und die meisten Hotelsterne in Deutschland aus Übersee. Unsere Urlaubsbilder aus der Türkei knipsen wir mit einer Digi-Cam aus Japan. Im Skizirkus der Schweiz tragen wir Thermowäsche aus Taiwan, wir essen Kaviar aus Russland, Parma statt westfälischem Knochenschinken, trinken Pellegrino statt Gerolsteiner, tragen Ray Ban statt Rodenstock, Rolex, Cartier und Seiko statt Junghans. Belgische Pralinés, Schweizer Schokolade, schottischen Whisky und französischen Champagner leisten wir uns gerne zu besonderen Anlässen. Wir schwärmen über Cabrios von Pininfarina und - kaum einer mag's glauben, DAS AUTO der Autos, der erste VW Golf wurde in Turin entworfen! Der Kölner liebt den Karneval, der Stuttgarter seine Wasen und der Münchner die Wiesn. Der Franke liebt den Boxbeutel wie der Düsseldorfer sein Alt und Dortmund die Borussia. Wir sind stolz auf einen guten Platz im Eurovision Song Contest und blasen für unsere Nationalelf die Vuvuzela. Wir pflegen Freundschaft mit Partnerstädten, sammeln für Bedürftige auf der ganzen Welt, schicken Hilfspersonal in ferne Katastrophengebiete, lehren unseren Kindern Fremdsprachen, schicken sie als Austauschschüler nach Australien und wünschen ihnen gute berufliche Perspektiven als Bachelor oder Master. 
(Quelle: Holst Porzellan 2006) In Bundesliga und Nationalmannschaft bejubeln wir unsere Torschützenkönige Lukas Podolski, Miroslav Klose, Jens Nowotny, Gerald Asamoah, David Odonkor, Serdar Tasci, Jerome Boateng oder Dennis Aogo. Deutsche Tennisfreunde erfreuen sich an der Ratingerin Andrea Petkovic, in Radolfzell an Tatjana Malek, in Bochold an Justine Ozga und bei uns in Halle/Westfalen spielt Viktor Troicki an Nummer 1! Ja, wir sind dankbar, in Deutschland zu leben, wir sind überzeugte Mannemer, Öcher, Kölsche, Westfalen, vo' Bambech, ausm Ländle und aus Franken! Und wir sind stolz darauf, heute an der Spitze einer europäischen Gemeinschaft zu stehen, die überall auf der Welt angesehen ist. Der "rote Pass" öffnet uns die Türen aller Nationen und in Deutschland ist man zu Gast bei Freunden! Das "Made in Germany" stammt aus einer Zeit, für die wir - von heute - weder verantwortlich waren, noch uns diese jemals zurück wünschen! |
Tischkulturof Germany | In Punkto Technik & Know-how gehört Deutschland zu den führenden Nationen der Welt! Deutsche Großkonzerne sind global tätig. Deutsche High-Tech ist führend in der Welt, der deutsche Anteil im Euro GDP ist erheblich und das Ausland spricht von der "Lokomotive Deutschland". Aber - Deutschlands Lohnkosten sind hoch, die Fertigungen industrialisiert und zu teuer für preissensible Ge- & Verbrauchsgüter. Der Standort Deutschland kann in diesen Produktgruppen nur mit herausragenden Eigenschaften wie Qualität, Design, Produktnutzen und der Wertschöpfung einer Marke im Weltmarkt erhalten bleiben. Porzellan für Tisch & Tafel erreichte den inländischen Absatzhöhepunkt in Deutschland zwischen 1977 und 1989. Jede größere Stadt verfügte über ein eigenes Glas- & Porzellan Fachgeschäft. Die GPK Abteilungen der großen Warenhausketten (Hertie/Kaufhof/Karstadt) waren prall gefüllt. Viele Porzellanfabriken entwickelten sich aus der einstigen Gemeinschaftsmarke "´Bavaria Germany" zum eigenen Label. Die Branche blühte und setzte auf Wachstum. Immer leistungsfähigere Maschinen wurden entwickelt, beflügelt von Grenzlandzuschuss und Sonderabschreibungen wurden ganze Landstriche Bayerns monogam entwickelt. Man wechselt den Messeplatz Hannover und zeigt in Frankfurt, als neue Branche was man hat! Auf Festständen in Halle 10 dominiert Prunk und Größe eine konkurrenz- und beispiellose Selbstdarstellung. Jedem Besucher raubte es den Atem, die großen Marken auf den Ebenen 10.3, 10.4 und 10.5 zu erleben. Alles, ja das alles ist heute Vergangenheit! 
(Quelle: Ikea online) Die heute wohl weltweit erfolgreichste Marke in Sachen Porzellan für Tisch & Tafel dürfte Ikea heißen! Der Bodenstempel trägt den Namen Ikea's und den Zusatz des Erzeugerlandes. Diese Ware stammt aus aller Herren Ländern und ist selbst in eigener Kollektion von Qualitätsunterschieden geprägt. Keinen einzigen Kunden interessiert, von welcher Fabrik der Teller, die Tasse oder die Vase hergestellt wurde. Entscheidend ist Design, Preis und Präsenz. Das Erfolgsmodell aus Schweden findet Nachahmer und neue Varianten; Depot, Habitat, Butlers, Nanu Nana u.v.a. setzen im "private consumer" Segment auf trendige, preissensible Produkte. Die einstigen Porzellanfachgeschäfte verschwinden, Kaufhäuser, soweit es sie noch gibt, führen nur noch Bruchteile der Kollektion einstiger Tage. IPhone, Flatscreens, Unterhaltungselektronik und Kommunikation stehen aktuell im Focus der Verbraucher und binden, neben Reisen und Mobilität, eine hohe Kaufkraft. Der Hochzeitstisch ist vergessen, die erste eigene Küche wird für wenig Geld bei Ikea ausgestattet. Bei Real ist ein Liter Motorenöl teurer als ein Kaffeeservice, bei Porta bekommt man für den Preis von 2 Tafelservicen gerade mal ein vernünftiges Daunenkopfkissen. Aldi verkauft 2 Pastateller zum Preis einer Dose Pesto und 2 Pizzateller in der Metro kosten weniger als eine große Quadrostatione vom örtlichen Pizzablitz. Das Markenempfinden für Porzellan wächst sich aus den Köpfen der Generationen und verliert zunehmend an Bedeutung. Schmeckt das Essen auf einem Rosenthal Teller denn besser? Kommen mehr Gäste in's Restaurant wenn man auf Villeroy & Boch serviert? Werden die Patienten im Krankenhaus dank "Bauscher Porzellan" schneller gesünder oder im Seniorenstift durch "Schönwald" gar älter? Im Generationswechsel vererben die Jahrgänge 1925 bis 1934 derzeit statistische 1,35 Porzellanservice. In der "attraktiven Käuferschicht" mit gehobenen Einkommen sind es 2,7 Porzellanserien pro Erbhaushalt. Kobaltblau, Zwiebelmuster, Dresdner Rose und Maria weiß sind die Klassiker Omas Lieblingsgeschirrs. Diese Erbwelle kostbarer Porzellansammlungen endet inzwischen oft bei Ebay oder auf dem Flohmarkt und sättigen so noch zusätzlich das spärliche Nachkaufpotential. 3 von 5 Befragten finden weißes Porzellan für die Speisenpräsentation geeigneter, als Dekorware. In der Gastronomie liegt das Ergebnis bei 8 : 10. Alle befragten Verbraucher verlangten vor ihrer Beurteilung einer Porzellanschale Kenntnis über den Preis, um eine Bewertung/Kaufentscheidung treffen zu können. Damit ist bestätigt, dass Design & Produkteigenschaft erst in Einheit mit dem Preis eine Wertigkeit für den Endverbraucher erhält. |
Madein Germany | Das Warenzeichen "Made in Germany" hat seine Bedeutung nach dem 1. Weltkrieg durch die Briten erlangt, die mit dieser Kennzeichnung Waren ihrer Kriegsgegner boykottieren wollten. Nach dem 2. Weltkrieg begleitete das Label den wirtschaftlichen Aufstieg der Bundesrepublik. Durch die Teilung Deutschlands entstand im Mai 1970 die Unterscheidung "Made in GDR" und "Made in West Germany". Der Beitritt der DDR zur BRD am 03. Oktober 1990 ermöglichte wieder eine gesamtdeutsche Kennzeichnung "Made in Germany". Durch den Vertrag von Lissabon 2007 erfolgte der völkerrechtliche Zusammenschluss von 27 Mitgliedsstaaten mit der Integration der Bundesrepublik. Im Jahr 2003 etablierte sich die Kennzeichnung "Made in EU" und steht für eine europafreundliche Gesinnung und Exportorientierung eines Unternehmen. Es soll vor allem die schwächeren Mitgliedsstaaten vor Benachteiligung und Ausgrenzung schützen. Ebenso wie die Umrechnung eines Wertes von Euro in DM (Deutsche Mark) verliert sich die nationalistische Gewichtung einer Herkunft in den Köpfen und Herzen der Europäer. Entscheidend ist Design, Preis, Marke und nicht der Firmensitz! Der Aufdruck "Made in Germany" auf einem schlichten, weißen Teller - der sich nur unwesentlich von einem Teller gleichen Materials und Güte aus dem Ausland unterscheidet - soll dem Verbraucher suggerieren, "kaufe bessere Qualität und erhalte deutsche Arbeitsplätze". Tatsächlich beschäftigte aber die gesamtdeutsche Porzellanindustrie 2006 noch 6422 Mitarbeiter (vor dem Konkurs von Rosenthal, Winterling u.v.a.)
(Abb: Quelle: FAZ) Die plakatierte Werbeaussage "Made in Germany" soll das Fehlen realer Unterscheidungsmerkmale gegenüber günstigeren Produkten kompensieren. Es wird versucht, den höheren Preis durch die Herkunft "aus Deutschland" zu erklären. Ist Porzellan "besser", weil es aus Deutschland kommt? Oder sollen, ähnlich wie bei "Sex sells" niedere Instinkte des Verbrauchers angesprochen werden? Man soll sich trotz höherem Preis für ein Produkt aus Deutschland entscheiden! Ist aber "deutsch" eine Produkteigenschaft, aus der wesentliche Produktmerkmale - außer einem hohen Preis - hervorgehen? Wird diese Frage eines Tages in Brüssel gerichtsgegenständlich, indem sich ein polnischer, italienischer oder rumänischer Hersteller benachteiligt sieht, werden wir schnell ein Unterlassungsurteil für "Made in Germany" auf Porzellan erhalten! Es ist allen EU-Mitgliedsstaaten durch das Europäische Konvent vom 29.10.2004 untersagt, Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts oder ihrer Religion in jeglicher Form zu benachteiligen! Echte Marken (z.B. Villeroy & Boch, Bauscher, VW, BMW, Mercedes, Siemens, Thyssen) mit Produkten hoher Alleinstellung und eigenem Charakter verzichten auf diese Art nationalistischer Orientierung, setzen auf Kompetenz im globalem Vertrieb und vermeiden damit, weder das eigene Ansehen, noch das der Deutschen zu gefährden. In "deutschen" (Porzellan)Fabriken arbeiten Deutsche, Tschechen, Türken, Polen, Griechen, Russen und viele Bürger anderer Staaten und Herkunftsländer! Die Deutsche Porzellanindustrie importiert ihre Rohstoffe aus aller Welt, meist aus Osteuropa. Der größte Teil des Erdgas für den Porzellanbrand stammt aus Russland. Name und Ursprung des Porzellangrundstoffes Kaolin stammt aus China und wird von einem Weltmarktführer aus Frankreich beherrscht. Alleine damit dürfte der ausländische Anteil deutschen Porzellans weit über 60% liegen! Die englische, bzw. internationale Bezeichnung für Porzellan lautet "Chinaware". Es wurde in China rund 3.800 Jahre vor Johann Friedrich Böttger entwickelt, als er 1706 "deutsches Porzellan erfand" - das übrigens seinerzeit lediglich aus einem roten Dachziegel bestand! Während man in China bereits aus feinen, handbemalten Porzellantassen edle Teespezialitäten genoss, hat man im Fichtelgebirge am Stammesfeuer das Abendessen noch mit der Keule erschlagen. Man muss sich es sich in der Gegenwart vorstellen: Was wird man denken, wenn im Jahr 5811 eine Firma aus Simbabwe mit dem Werbeslogan "...Wir haben das Elektroauto erfunden..." seine Fahrzeugflotte bewirbt?... |
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Made thank's Germany | Die Industriekraft deutscher Porzellanfabriken der einst "goldenen Zeiten" hat sich produktiv erhöht und gesamtwirtschaftlich verringert. Mehr als die Hälfte aller deutschen Fabriken sind heute nicht mehr existent. Die einstige dominierende Branche ist zu einem übersichtlichen Kreis weniger Anbieter zusammengeschrumpft. Ökonomisch spielt Porzellan kaum mehr eine Rolle in der Gesamtwirtschaft. Eines der größten Porzellankonsortien - für die wir selbst in den Jahren 1955 bis 1989 tätig waren, nannte sich "der Winterling Konzern" (ehem. Oscar Schaller OHG) mit seinen sechs Fabriken in Windischeschenbach, Röslau, Marktleuthen, Schwarzenbach, Bruchmühlbach und Kirchenlamitz war es eines der größten Produzenten von deutschem Porzellan. Von diesem industriellen Imperium ist heute ... nichts, gar nichts mehr übrig! 
(Quelle: Privatarchiv Knud Holst) Die wohl bedeutenden, führenden deutschen Porzellanmarken sind BHS Tabletop (Bauscher & Schönwald) und Villeroy & Boch, beides Aktiengesellschaften. Diese kapitalstarken Marken werben beide nicht mit "Made in Germany" und stellen für unsere Marktanalyse durch ihre internationale Positionierung nicht das repräsentative Mittelfeld einer Recherche dar. Beide Marken kaufen Porzellan anderer Herkunftsländer zu und beide werden von unseren Kunden als Premiummarken gewertet. Deshalb haben wir uns einer Marke mit privaten Eignern gewidmet, die uns von unseren Kunden als "gute Mittelklasse" empfohlen wurde und "Made in Germany" als zentrale Werbeaussage führt. Bei der Frage "ist Deutsches Porzellan im Kommen" ist die Betrachtung von Stabilität und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens ein entscheidender Faktor. Aus der am 02.03.2011 veröffentlichten Bilanz geben wir folgende Zahlen dieser Fabrik wieder: Betriebsleitung 4.924 Tonnen Produktionsvolumen € 43.820.588,15 Umsatz (*) € 2.534.000,-- Jahresfehlbetrag € 514,-- Verlust pro Tonne | Substanzwert 18,6 Mio. Anlagevermögen 2,5 Mio. Eigenkapital 38,5 Mio. Verbindlichkeiten |
Der Bericht enthält die Feststellung "...Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich durch den hohen Verlust des Berichtsjahres auf 3.014 TEuro ... verringert... außerdem konnten hohe Investitionszuschüsse vereinnahmt werden..." Ein Vergleich der AO Erträge mit den Vorjahren lässt darauf schließen, dass diese Zuschüsse wohl unerkannt in den gewöhnlichen Erträgen (also im Umsatz) verbucht wurden. Leider waren wir außerstande, die Höhe der Zuschüsse zu ermitteln, wobei die Aussage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "hohe Investitionszuschüsse" wohl eine Bewertung der Relevanz für das Unternehmen darstellt.

Aus der Jahresbilanz 2009 einer bekannten, ostdeutschen Porzellanfabrik entnehmen wir den interessanten Hinweis eines offenen Verfahrens (62003A0020) in Sachen Wettbewerb & Staatliche Beihilfen vor dem Europäischen Gerichtshof. Der Antrag aus 2003 wurde am 24.09.2008 in der ersten Instanz ausgeurteilt. Zugegebener Maßen haben wir uns nicht in der Tiefe mit dem Rechtsstreit beschäftigt, jedoch konnten wir aus dem Urteilsschriftsatz staatliche Subventionen, Zuwendungen und sonstige Vergünstigungen für den Produktionsstandort von mehr als DM 170.000.000,-- bzw. € 90.000.000,-- (neunzig-millionen-Euro) entnehmen, die zwischen 1990 und 2000 aus staatlichen bzw. Euromitteln zugeflossen sind. Am 28.11.2001 teilte die Europäische Kommission mit, dass diese Zuwendungen nicht mit den von der EU genehmigten Beihilferegelungen übereinstimmt. Mehr dazu unter "Google" mit dem Stichwort "62003A0020". Bilanziell drückt sich das so aus: "...Durch die vorausschauende und frühzeitige Liquiditätsbeschaffung ... sowie das bestehende Vertrauen der Fremdkapitalgeber wurden keine adhoc Finanzierungsmaßnahmen im Jahr 2009 notwendig..." Das Betriebsergebnis wird wie folgt beschrieben: "...Das Betriebsergebnis stieg auf 1.601 TEUR an. Damit erreicht der Anteil an der Gesamtleistung 8,5% (Vorjahr: 6,3%); das ist der höchste Wert seit Bestehen des Unternehmens..." Umsatzerlöse 19,37 Mio. € (14,5% Minus gegenüber Vorjahr) Eigenkapital 4,89 Mio. € Verbindlichkeiten 11,25 Mio. € Mag jeder Unternehmer für sich würdigen, welchen Grad an Stabilität und Unternehmenskraft diese Zahlen widerspiegeln.
Ebenfalls aus dem Jahr 2009 stammt die Schlagzeile der Welt am Sonntag & Welt online "...Porzellanfirmen werfen Rosenthal Preiskampf vor..." 
(Quelle: ddp) Im folgenden Artikel ist nachzulesen: "...Konkurrenten des Porzellanherstellers Rosenthal warnen vor Verzerrungen des Wettbewerbs – weil Rosenthal Millionen an Staatshilfe will. Unternehmen wie Villeroy & Boch sehen sich benachteiligt. Viele Porzellanfirmen wollen beim Staat nun offenbar ebenfalls Ansprüche geltend machen..."
Angesichts dieser Erkenntnisse dürfte der Slogan auch lauten... Porzellan sponsored by Germany! Im Vergleich: Der 1974 eingeführte "Kohlepfennig" sollte den Abbau von Steinkohle aufrecht erhalten, obwohl dieser gegenüber dem Ausland nicht mehr konkurrenzfähig war. Ein einziger Verbraucher klagte gegen die Rechtmäßigkeit der Erhebung des Kohlepfennig und erhielt 11. Oktober 1994 vor dem Bundesverfassungsgericht Recht! Der Kohlepfennig wurde darauf hin 1995 abgeschafft! |
Madefor Germany | Der Unternehmenschef der o.g. fränkischen Porzellanfabrik , der gleichzeitig auch zu den Führungspersönlichkeiten des Verbandes der Keramischen Industrie zählt, berichtet für das Jahr 2009: 38.391 Tonnen Porzellan produzierte die deutsche Porzellanindustrie Tisch & Tafel, 105.000 Tonnen wurden aus Asien eingeführt. Holst Porzellan, sowie viele andere Marken (z.B. ASA, Flirt, Maxwell & Williams) führen zwischen 6% und 12% des Herstellungspreises an Deutschland ab! Aufgrund von statistischen Angaben haben wir alleine die Staatseinnahmen gem. der o.g. Zahlen auf mind. 262.500.000,-- Euro (zweihunderzweiundsechig-Millionen) hochgerechnet. Holst Porzellan besteht seit 1955 und hat seither weder Subventionen, noch Fördermittel irgendwelcher Art in Anspruch genommen! 
(Quelle: Privatarchiv Knud Holst) In der Volksrepublik erhalten die Unternehmen übrigens offizielle Auszeichnungen für Ihren aktiven Beiträge am Gemeinwohl. Je höher die steuerlichen Abgaben, desto angesehener das Unternehmen! Stolz zeigt uns hier der Firmenchef einer Porzellanfabrik, dass er seit 30 Jahren für seine Steuerleistung nun zu den besten 3 Fabriken seiner Provinz gewählt wurde. Im selben Berichtszeitraum wie die oben beschriebene, fränkische Porzellanfabrik hat Holst Porzellan pro Tonne Weißgeschirr staatliche Abgaben in Höhe von € 609,86 an Deutschland abgeführt. Statt Subventionen, Zulagen, Zuschüsse und Fördermittel zu verbrauchen, leisten wir als aktiver Einzahler unseren positiven Beitrag an der Gesamtwirtschaft. Unsere Ware ist günstig, modisch und funktionell. Wie wird der Verbraucher angesichts dieser Zahlen entscheiden: € 8.899,-- je Tonne zahlten die Kunden für fränkisches Porzellan € 3.120,-- je Tonne für Holst Porzellan Das fränkische Porzellan war pro Tonne um 185,2% teurer als unsere Ware; trotz Jahresfehlbetrag wurden dem Unternehmen "erhebliche" staatliche Zuschüsse zugeführt. |
Fazit: Aus diesem Betrachtungswinkel muss man feststellen, dass viele deutsche Porzellanfabriken ohne staatliche Zuschüsse längst schon nicht mehr existieren würden. Im Sinne des gemeinsamen und einheitlichen Europas "tickt" damit die Zeitbombe für diese Firmen laut und hörbar. Vergangene Subventionen wie bei Winterling, Rosenthal u.v.a. sind versiegt und waren am Ende "verschwendetes Geld". Es ist so ähnlich wie bei einem Versicherungsbetrug: Wenn jemand einen Teller mit € 1,50 von einer deutschen Porzellanfabrik kauft, dann sind die Erzeugerkosten nicht gedeckt und am Ende muss die Solidargemeinschaft für den Gesamtschaden aufkommen. Ja, es gibt einen Markt für gutes, teures Premiumporzellan, dass qualitativ hochwertiger ist, als das von Holst. Es gibt aber auch einen Markt für günstigeres, preiswerteres Porzellan, den wir mit der Marke Holst gut erreichen. Damit ist unsere Positionierung klar definiert und nach den Grundsätzen eines ordentlichen Kaufmannes ausgerichtet. Wir halten an "Schlicht & Stark" fest und sehen unsere Marktpositionierung als gefestigt! |