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Schlicht & Stark in weißem Porzellan

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Dekore und Vignetten

Vignetten auf Porzellan

 

Grundsätzlich besteht immer die Möglichkeit Porzellan mit Kunden– Anwender eigenen Logos und Motiven zu versehen. Ursächlich stammt diese Tradition der „Eigengestalltung“ aus den Adelshäusern, die Ihr Tafelgeschirr mit den familieneigenen Wappen und Motiven zierten. In den 70er Jahren begann vor allem die gehobene Hotellerie und Gastronomie mit der individuellen Veredelung von Glas und Porzellan. Inzwischen werden auch Werbemittelhändler und Großdruckereien mit dieser Veredelung beschäftigt und versorgen vor allem den Promotions- und Präsentbereich.

 

Bei der Vignettierung unterscheidet man in die Bereiche der o) aufgetragenen und o) eingebrannten Dekoration. Aufgetragene Vignetten, die meist im Siebdruckverfahren aufgebracht werden sind sehr günstig, da ein nachträgliches Brennen des Porzellans nicht mehr notwendig ist. Es bleibt zu bedenken, daß aufgetragene Vignetten keinesfalls spülmaschinenfest sind und einem schnelleren Abrieb (Verblassung) ausgesetzt sind (Dekorkorrosion). Diese Art der Veredlung wird vor allem im Werbe- und Promotionsbereich eingesetzt, bei der nicht auf die anhaltende Beständigkeit ankommt, sondern vielmehr ein günstiger Beschaffungspreis im Vordergrund steht.

Eingebrannte Vignetten, also die thermische Verbindung von Dekoration und Glasur gewährleisten eine Spülmaschinenfestigkeit und eine lange Lebensdauer. Hierbei verbinden sich die meist metallischen Farben des Dekors mit der Glasur selbst. Dieses Verfahren ist erheblich teurer als der Siebdruck, weil das Porzellan in einem nachträglichen Dekorbrand veredelt wird.

 

Gebrannte Vignetten unterscheiden sich in Auf- und Inglasurdekoration. Edelmetalle wie Gold und Platin, die Farben leuchtend rot (HKS 185 C, RAL 2000 – 2002) und sonnenblumengelb (RAL 1018 – 1021) lassen sich nicht im Inglasurverfahren auftragen und können maximal bei 980°C gebrannt werden. Jeder Porzellanhersteller verfügt über eine Standartkollektion Farben, die für das Inglasurverfahren ausgerüstet sind. Im Regelfall sollte von dieser Standartkollektion nicht abgewichen werden, da jede neue Farbe für Hersteller und Endkunden ein Risiko der endgültigen Ausführung darstellt. Aus diesem Grund und zur eigenen Absicherung erstellen die Produzenten eine sog. „Brennprobe“ um die Verträglichkeit der neuen Farbkomposition mit der Glasur zu testen. Die Grundkosten für die Erstellung dieses Dekormusters entsprechen denen einer kompletten Fertigung und belaufen sich mit ihren Selbstkosten zwischen 150 und 300 €.

 

 

Das Bild zeigt den Aschenbecher rechteckig "AB 1038" mit einer einfarbigen Vignette (Bild & Schrift) der Traube Tonbach im Inglasurverfahren.

 

 

Deshalb empfehlen wir, sich grundsätzlich an die von einer Fabrik vorgelegten Standardfarben zu halten. Besonders Architekten, Designer und Werbeagenturen machen es den Porzellanherstellern schwer mit Ihren Farb- und Ausführungswünschen (Co-operatet Design) die Umsetzung auf Porzellan zu realisieren. Bei vorgelegten Farbwünschen kann die Industrie sich lediglich an die Vorgaben annähern aber niemals exakt treffen! Es ist definitiv nicht möglich, HKS oder RAL Farben, vor allem aber Spektrale und Verläufe exakt umzusetzen! Ebenfalls kann es vorkommen, das ein und dieselbe Vignette bei ein und demselben Hersteller am Ende unterschiedlich erscheint, bzw. der Farbglanz unterschiedlich wirkt. Dies liegt daran, daß die Massen, aus denen Hohl- und Flachteile gefertigt werden unterschiedlicher Konsistenz sind. Das weißglasiertes Porzellan sieht für das Auge gleich aus, reagiert aber in der Nachbearbeitung unterschiedlich.

 

Auf- und Inglasurvignetten können in unterschiedlichen Verfahren aufgebracht werden. Am bekanntesten sind die Prozesse des o) Schiebebilddekors und o) der Direktdruck. Die Auswahl des richtigen Verfahrens hängt von dem zu vignettierenden Artikel und meist auch von der Stückzahl ab, die gefertigt werden soll. Bei der Schiebebildveredelung wird der Dekor zunächst auf einen Druckbogen gebracht. Die Bögen enthalten je nach Größe und Ausführung zwischen 10 und 50 Vignetten, die ausgesägt und danach per Hand auf das Porzellan aufgetragen werden. Auch diese Handarbeit darf nicht mit der Perfektion eines Druckergebnisses auf Papier bewertet werden. Der Direktdruck wird von einer „Buntdruckübertragungsmaschine“ auf das Porzellan gebracht. Dieses Verfahren ist bei richtiger Justierung der Anlage weit aus genauer als das Schiebebild. Leider sind nicht alle Artikel einer Porzellanserie für das maschinelle Verfahren geeignet.

 

Wer Vignettenporzellan wünscht, sollte sich im Klaren darüber sein, dass er keinesfalls ein perfektes Endprodukt wie ein auf Papier gedrucktes Label erhält! Vignettenporzellan wird per Hand gemacht und dem Feuer ausgesetzt!

Zwischen Kunde und Fabrik sollte vereinbart werden, was mit dem Ausschuss und dem Vignettenbruch passieren soll. Üblicherweise wird der Vignettenbruch von der Fabrik getragen und der Ausschuß (fehlerhafte Ware) vom Kunden mit einem Preisnachlass zwischen 10 und 25% gekauft. Als Faustregel kennen wir einen Ausschuss von etwa 5% der Gesamtmenge. Dies wird jedoch schwierig, wenn die Ware nachträglich in Deutschland veredelt wird. Da die Weißware zugeliefert wird, entsteht immer eine Differenz von bestellter und tatsächlich gelieferter Menge.

 

Das Verfahren der Vignettierung ist ein sehr arbeitsaufwendiger Prozess. Häufig ist dies vor allem bei günstigem Importgeschirr teurer als das Porzellan selbst, wenn die Veredlung in Deutschland, nachträglich angebracht werden muß. Die Grundkosten für die Erstellung einer Vignette sind o) grafische Aufbereitung der Vorlage und o) die Lithographie. Üblicher Weise gilt 150 € Grundkosten + 80 € je Farbe. Diese Kosten entstehen unabhängig von der zu fertigen Menge und gestalten vor allem Kleinauflagen äußerst unrentabel. Zugeliefertes Porzellan muß vom Hersteller absolut fett- und staubfrei gereinigt werden, bevor man es veredeln kann. Bei Auflagen bis 1000 Stück sollte für reinigen, dekorieren und brennen etwa 1€ angesetzt werden. Dies ist jedoch abhängig von der Größe des Artikels, wie viel Volumen (Brennfläche im Ofen) er einnimmt. Je größer ein Teil desto weniger Stücke können in einem Brennvorgang veredelt werden. Für einen 10 cm Aschenbecher veranschlagen wir ca. 0,60 € für einen 32 cm Pizzateller etwa 2,50 €.

 

Bei Quantitäten ab 5.000 Stück können wir die Veredlung von Porzellan in den Erzeugerfabriken selbst vornehmen lassen. Dies ermöglicht einen erheblichen Preisvorteil gegenüber der nachträglichen Vignettenanbringung in Deutschland. Kosten wie z.B. zusätzlicher Transport und fettfreies Reinigen der Weißware entfallen. Die Lohnkosten sind erheblich günstiger und die Öfen sind auf die Scherbe exakt eingestellt. Wir rechnen heute etwa nur € 0,20 je Farbe und Artikel als Mehrpreis zum Weißporzellan. Einziger Nachteil: Die Lieferzeiten sind durch die langen Fracht- und Kommunikationswege sehr lang. Als Faustregel gilt: 4 Wochen Lieferzeit für das Freigabemuster, 3 Monate Fertigungs- und Transportzeit für die Ware selbst, ab Zeitpunkt der Freigabe des Auftragsmusters durch den Kunden. Holst Handelsagentur GPK ist ein professineller Partner bei der Herstellung von Vignettengeschirren. Schauen Sie einfach mal hier (Linkservice) rein!


Dekore auf Porzellan

 

 

Was für Vignetten zutrifft, gilt gleichermaßen für Dekore. Sowohl die Anbringungstechniken als auch die Eigenschaften der Dekore unterscheiden sich nicht von denen der Vignetten.

 

 

Das Bild zeigt unseren Sonderbecher Landzeit mit einem Volldekor (von Henkel zu Henkel)  "Buttercup" der Autobahnraststättenkette Rosenberger Österreich im Inglasurverfahren.

 

 

In der Begriffsanwendung des Porzelliner bezeichnet der Dekor eine farbliche Porzellanverzierung (Porzellanveredlung) und die Vignette charakterisiert die Darstellung eines Kundenlogos bzw. eines gewünschten Schriftzuges zur Werbung bzw. Namensdarstellung. Fertigungstechnisch sind die Abläufe bei beiden Verfahren jedoch identisch. 

 

Im Detail erläutern wir die 3 Großgruppen:

 

a) Unterglasur

b) Inglasur

c) Aufglasur

d) Die Porzellanmalerei

 


 

Was ist ein Unterglasurdekor?

 

Wie schon der Name besagt, liegt diese Dekoration unter der Glasur. Sie erfolgt also unmittelbar nach dem Glühbrand, nachdem das betreffende Stück sorgfältig gereinigt (vor allem abgestaubt) wurde, durch Handmalerei, durch Stempeln (z.B. Einstempeln der Fabrikmarke) und durch Verwendung von Schablonen. Die verhältnismäßig hohe Glattbrandtemperatur für Hartporzellan (1400 - 1500° C) schränkt die Unterglasurfarbenpalette für Porzellan erheblich ein. Es gibt eigentlich nur zwei Farben, natürlich mit Nuancen, die für diese Dekoration, wenigstens soweit Service in Frage kommen, mit Sicherheit Verwendung finden können: Blau (Kobaltverbindungen) und Grün (Chrom­verbindungen). Bei Einzelstücken insbesondere bei Plastiken, bei denen es nicht unbedingt auf volle Übereinstimmung in allen Einzelheiten ankommt, hat man sich manchmal auch durch niedrigere Glattbrandtempera­turen eine weiter gespannte Palette geschaffen.

 

 

Das Bild zeigt den Haferl "BT 164" mit einer Unterglasurdekoration in kobaltblau, die als Sonderproduktion für einen Kunden in Norddeutschland fertigen.

 

Die verwendeten Farben bestehen aus Metalloxyden bzw. Salzen, die mit einem Glasurzusatz (bis zu 20 %) oder einer Mischung von Kaolin, Quarz, Feldspat und Kalkspat versetzt werden. Dieser Zusatz, vielfach auch Feuerkitt genannt, ist notwendig um die Dekoration sowohl für den Glasie­rungsvorgang (Eintauchen in den dünnflüssigen Glasurbrei), wie für den Glattbrand (die Glasur wird zähflüssig) zu fixieren. Für die Unterglasurmalerei werden teilweise auch sogenannte Lösungsfarben verwendet. Hier werden Metallsalze, insbesondere Chloride mit Lösungs- und Bindemittel, wie Gluckose (Zucker) Glycerin, Ölen usw. versetzt um sie malfähig zu machen, aber auch um sie zu fixieren und abzugrenzen. Soweit Öle oder andere organische Zusätze Verwendung finden, muß nochmals leicht verglüht werden, da sonst die Glasur vom Scherben an den dekorierten Stellen nicht angenommen wird. Das Gleiche gilt natürlich auch von den anderen Unterglasurfarben, wenn solche Bei­mischungen aus irgendwelchen Gründen erfolgt sind. Die Technik der Lösungsfarben wurde vor allem in Kopenhagen (Kgl. Manufaktur) von Arnold Krog dem damaligen Leiter der Manufaktur um die Jahrhundertwende gepflegt und entwickelt, so daß sie heute zu einem Charakteristikum dieser Manufaktur geworden ist.

 

Unterglasurdekorationen (Malereien) vor allem in Kobaltblau gibt es schon seit dem Beginn der Porzellanherstellung auch bei den Chinesen. Das hatte seine Ursache wohl darin, daß schon in der vorausgegangenen keramischen Entwicklungsstufe „Steinzeug" gerade dieses Blau unter Verwendung von Kobaltverhindungen die Hauptrolle spielte. Auch im Geburtsort des europäischen Porzellans versuchte man von Anfang an die­se Art der Dekoration. Allerdings hatte man dabei große Schwierigkeiten diese Farbe, ein Herzenswunsch August des Starken, er hatte für ihre Erfindung 1000 Täler ausgesetzt, in gleichmäßig guter Qualität zu erhalten. Erst dem Obermeister David Köhler gelang es 1720 zu halbwegs brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Die endgültig gute Lösung aber gelang erst 1732 mit einer dazu passenden Glasur. Einer der bekanntesten Unterglasurdekore dieser Zeit ist das 1739 entwickelte sogenannte Zwie­belmuster (siehe auch Seite 63), das auch heute noch viele Freunde hat.

 


 

 

Der Inglasurdekor

 

Die Schwierigkeit größere Flächen in Unterglasurtechnik in einheitlich, gleichmäßiger Form zu dekorieren (Fonddekore) hat sehr bald zur sogenannten Kobaltdekoration geführt, deren Erzeugnisse dann unter der Handelsbezeichnung Kobaltporzellan verkauft wurden. (Siehe Frage „Was ist Kobaltporzellan?' Seite 9). Dabei wurde das Kobaltoxyd mit einem entsprechenden Fluß (Glasur) versehen auf die bereits glasierte und glatt gebrannte Oberfläche mit dem Pinsel oder später mit der Spritzpistole aufgetragen. Dann wurden die so präparierten Stücke noch einmal, also einzweites Mal, dem Glattbrand bei 1400 - 1500' C ausgesetzt. Wie beim ersten Glattbrand, wird auch diesmal wieder die Glasur weich, die Kobaltfarbe sinkt, da sie schwerer ist wie die Glasur, in sie ein, wird von ihr umhüllt und umschlossen, so daß zum Schluß nach dem Brand derselbe Effekt erzielt wird, wie bei der Unterglasurdekoration: Die Farbe ist von der Glasur bedeckt, wenn sie auch nicht direkt auf dem Scherben sitzt, sondern eben in der Glasur, was aber für den Schutz der Dekoration vor äußeren mechanischen oder auch chemischen Einflüssen auf das Gleiche herauskommt.

 

Das Bild zeigt den Stapelbecher "BC022" mit einer Inglasurdekoration dreifarbig, die wir für eine Bäckereikette gefertigt haben.

 

In Anwendung und weiterer Entwicklung dieser Kobalttechnik kam man dann zu den Inglasurdekoren, vielfach auch Einsfink- oder auch Scharffeuerdekore genannt. Es gelang die Farbenpalette zu erweitern, teilweise auch durch Herabsetzung der Erweichungstemperaturen der Glasuren, so dass heute schon eine ganze ansehnliche Farbenauswahl zur Verfügung steht, die natürlich auch immer wieder weiter ergänzt und erweitert wird. Der Hauptvorteil dieser Dekorationsverfahren für den Hersteller liegt jedoch darin, dass hier auch die teilmechanisierten Dekorationstechniken angewandt werden können: Das Abziehbild und das Schiebebild (Folien). Das Verfahren ist dabei das Gleiche, wie bei der Aufglasurdekoration: Die im Steindruck oder Siebdruck hergestellten Dekorbilder werden auf den bereits glatt gebrannten Scherben abgezogen (Abziehbild) oder vom Papier auf das Porzellan geschoben (Schiebebild). Die verwendeten Metall­Oxyde als Farben mit entsprechenden Glasflüssen versehen, sinken während des in der Glattbrandtemperatur (1400 - 1500` C) erfolgenden Schmelzbrandes in die Glasur ein, werden von ihr umhüllt und umschlossen und sind sozusagen für alle Zeiten gegen normale mechanische und chemische Einflüsse ebenso geschützt, wie Unterglasurdekore.


 

 

Die Aufglasurdekoration

 

Die Aufglasurdekoration erfolgt, wie schon aus der Bezeichnung hervorgeht, auf der Glasur bzw. dem glatt gebrannten Scherben. Die verwendeten Farben bestehen aus Metalloxyden bzw. Metallverbindungen, die mit Glasflüssen (eine Mischung aus Mennige, Borsäure, Quarzmehl, Feldspatmehl) versetzt werden. Maßgeblich für die Zusammensetzung der Flüsse ist, daß sie mit ihrem Schmelzpunkt unter dem Erweichungspunkt der Glasur liegen d.h. bei einer Temperatur von ca. 750 - 900 =C schmelzen. Beider Aufglasur Handmalerei werden diese Farbkörperflußgemische, die übrigens bereits einsatzbereit meist von entsprechenden Farbfabriken geliefert werden, mit ätherischen Ölen, wie Terpentinölen, Nelkenöl, Lavendelöl, Balsamen usw. vermengt und auf die Palette aufgespachtelt malfähig gemacht.

 

Das Bild zeigt einen Sonderteller tief 19 cm mit einer Aufglasurdekoration fünffarbig, die wir für Ikea gefertigt haben.

 

Bei den teilweise mechanisierten Verfahren, wie Abziehbild bzw. Schiebebild werden die gleichen Farbkörper-Flußgemische verwendet, die in diesem Fall auf Spezialpapiere entweder in Steindruck oder Siebdruck aufgedruckt sind und dann als Abziehbild bzw. Schiebebild vom Papier auf die Porzellanoberfläche übertragen werden. Die Beschreibung dieser Techniken sind in den entsprechenden Fragen (Seiten 35 bis 38) nachzulesen. Das Gleiche gilt von den Edelmetalldekorationen (Gold, Silber, Platin). Die nunmehr dekorierten Stücke werden einem sogenannten Schmelzbrand (siehe auch Seite 47) ausgesetzt. Die Einbrenntemperaturen liegen zwischen 750 - 900` C. Sie variieren je nach Farbe (Metalloxyd) und dafür notwendigen Flußzusatz. Während des Schmelzbrandes schmilzt der Flußbestandteil und verbindet so den Farbkörper fest mit der darunter liegenden Glasur.

 

Für den gewerblichen Gebrauch ist es wichtig zu wissen, dass alleine die Brenntemperatur (750 - 900 ° C) dem Porzellan die Eigenschaft "spülmaschinenfest" aberkennt. Aufglasurdekore sind nicht spülmaschinenfest sondern nur spülmaschinengeeignet. Man kann jedoch die Haltbarkeit des Dekor durch zusätzliche Maßnahmen deutlich erhöhen und Resistenzresultate auf dem Niveau eines Inglasurdekor erzielen. Der abgebildete Ikea Kinderteller wird seit mehren Jahren in den Ikea Restaurants eingesetzt. Dabei können die Spüldurchläufe gerne Hundert und mehr pro Tag erreichen. Als einer der wenigen Anbieter von Porzellan ist es uns gelungen, ein spezielles Verfahren der Dekorprotektion in Asien zu entwickeln,  dass dem Porzellan eine bis dahin unerreichte Spülmaschinenfestigkeit bei gleichzeitiger Erhaltung der vollständigen Konformität verleiht, die sogar durch den deutschen TÜV bestätigt wird:

 

 

 

 


Die Porzellanmalerei

 

Der Kreativität keine Grenzen gesetzt - so das Motto der Porzellanmalerei! Bevor wir in die branchenbezogene Definition einsteige, hier kurz die Malerei im Allgemeinen erklärt. Die ältesten Zeugnisse der Malerei sind die Höhlenmalereien mit Tierdarstellungen aus der letzten Eiszeit bzw. dem Jungpaläolithikum. Malerei und Zeichnung, aber auch Relief und Plastik sind als künstlerische Ausdrucksformen aus der Zeit von vor 35.000 bis 10.000 Jahren bekannt. Europäische Höhlenmalereien sind vor allem aus Spanien und Frankreich bekannt. Die Wandbilder in der Höhle von Lascaux in Südfrankreich wurden 1940 entdeckt. Die Tiermotive, Rinder, Hirsche und Pferde sind in beeindruckender Weise dargestellt und gehören zu den ältesten bekannten Malereien der Menschheit. Auch aus Afrika, Asien und Australien sind frühe Felsmalereien bekannt. Im Nahen Osten gibt es schon für das Neolithikum zahlreiche Belege für Malerei. Hier ist vor allem das Aufkommen von bemalter Keramik und die Wandmalerei zu nennen. Zahlreiche Reste von Wandmalereien fanden sich in Çatalhöyük (heutige Türkei) und datieren um 6000 v. Chr.
 

 

Das Bild zeigt den Platzteller "TR 304" unter dem Gourmetteller "PBG 29" mit einer korrespondierenden Handmalerei der Porzellanmalschule Lörrach.

(Unserer Meinung nach übrigens ein echtes Meisterwerk)

Die Begeisterung für die Porzellanmalerei hat wohl Marco Polo mit seinen Schätzen aus dem Fernen China mitgebracht. Schon die alten Dynastien haben ihre Familienchroniken und besondere Anlässe in Porzellanmalereien verewigt. Dabei wurden vor allem leuchtende Farben und echtes Gold verwendet. Je größer und aufwendiger die Dekoration, desto höher war das Ansehen und der Status seines Besitzers. Die Malereien aus der Region um Fushan (Südchina) gehören nicht nur zu den Ältesten, für uns sind es wohl auch die Aufwendigsten und schönsten Dekore, die wir jemals auf Porzellan gesehen haben. Ein Besuch des Nationalmuseums lohnt sich wirklich! Auch in Europa hat die Porzellanmalerei einen hohen Status und einen großen Stellenwert und ist unzertrennlich mit der Geschichte des Porzellan selbst verbunden. Meist sind die Farben der Malereien sehr ausgeprägt und leuchtend, was leider zu Lasten der Spülmaschinenfestigkeit geht. Wir könnten hier die verschiedenen Methoden und künstlerischen Fertigkeiten wiedergeben, würde aber den Sinn dieser Seite verfehlen. Lassen Sie uns das Thema damit abschließen, dass Holst Porzellan als Lieferant von weißem Porzellan eine überaus gefragte und gute Einkaufsquelle für die Porzellanmalerei ist!


 

Vignetten, Dekore und Drucke

 

 

Porzellanvignetten, Vignettengeschirre, Porzellandruck, Eigendekore, individuelle Porzellanaufdrucke und spezielle Veredlungen nach Kundenwunsch gehören zum Vertrieb von Weißporzellan unbedingt dazu! Keine andere Ware ist in Bezug auf Haltbarkeit und Gestaltungsmöglichkeiten so für die Werbung und Eigendarstellung geeignet, wie weißes Hotelporzellan (Werbeporzellan). Wir veredeln für unsere Kunden die gesamte Kollektion unserer Weißgeschirre, kompetent, günstig und langlebig. Machen Sie mit Ihrem Logo aus einer Tasse einen ansprechenden Werbeträger oder signieren Sie mit Ihrem Namen das Geschirr zur Eigenserie. Wir zeigen Ihnen hier einen kleinen Lehrfilm, wie der Dekor auf Porzellan aufgetragen wird.

 

 

 

 

 

Mehr zu diesem Thema sowie vieles wissenswerte für die Herstellung von Porzellandrucken und Vignetten erfahren Sie auf unserer Sonderseite www.vignettenporzellan.de/produktion.

 

 

 

 

 


Kann man jeden Porzellanartikel mit einem Logo (Werbeaufdruck) versehen?

Wenn es sich um "echtes Hartporzellan" handelt: Ja. Jedenfalls können Sie jeden Artikel aus der Holst Kollektion www.porzellanpartner.de mit einem Porzellandekor, einer Vignette oder einer Porzellanvignette versehen!

 

Was muss ich ungefähr für einen Aufdruck rechnen?

So Pi mal Daumen rechnen wir für eine einfarbige Vignette in der Standardgröße 4 x 4 cm mit ca. € 1,30 bei einer Auflage von 1.000 Stück, plus dem Preis für das Porzellan selbst. Aber diese Angabe ist wirklich unverbindlich und wir rechnen lieber Ihre individuelle Anfrage gerne auf Nettobasis. Bei großen Auflagen können die Preise für Porzellanveredlungen auch nur 20 bis 25 Cent betragen, deshalb lohnt sich eine genaue Vigenttenplanung immer!

 

Was muß man vorlegen, um ein Angebot zu erhalten?

Zu aller erst sollte der Kunde entscheiden, welche Qualitätskriterien für ihn in Frage kommen. Steht ein günstiger Preis im Vordergrund und soll die Veredlung nur einen relativ kurzen Zeitraum halten, dann kann man ein "Siebdruckverfahren" anwenden. Großer Nachteil: Die Veredlung ist zwar günstig, aber nicht spülmaschinenfest. Als professioneller Anbieter von Hartporzellan erlauben wir uns den Standpunkt, kein Porzellan im billigen Siebdruckverfahren anzubieten! Diese Qualität ist in unserem Hause nicht zu finden!

Wesentlich teurer, dafür aber um ein vielfaches langlebiger sind die In- und Aufglasurveredlungen, die in Spezialöfen bei Brenntemperaturen zwischen 650 und 1.250 ° C vorgenommen werden. Diese spülmaschinenfesten Dekore lassen sich auf 2 Arten anbringen: Dem Direktdruckverfahren und per Abziehbild.
 

Üblicherweise muss jede Produktion für Vignettenporzellan individuell gerechnet werden, wobei wir bei Standardartikeln, z.B. Kaffeebechern, über repräsentative Erfahrungswerte verfügen. In der Kalkulation müssen verschiedene Kosten aufeinander abgestimmt werden. Es gibt Grundkosten, die mengenunabhängig sind, wie z.B. die Erstellung einer Lithographie oder die Vorbereitung einer keramischen Umsetzung. Mengenabhängige Kosten sind die Aufbringung der Vignetten, das Brennen und die Verpackung der Ware. Es gilt der Grundsatz "je größer ein Artikel ist, desto teurer ist seine Veredlung". Warum das so ist, kann man mit wenigen Worten verständlich machen: Der Platz im Ofen ist teuer! Je größer ein Produkt ist (z.B. Pizzateller), desto weniger Stückzahlen kann man auf einer Fläche brennen. Hier ist also der Platzbedarf des Artikels im Brennofen ein wesentliches Kriterium. Je konkreter also ein Kunde seine Anfrage formulieren kann, desto einfacher und genauer können wir unser Angebot erstellen. Der Verlauf eines Vignettenauftrages erfolgt in unserem Hause in 10 Schritten:

 

Schritt 1 - Artikelauswahl: Wählen Sie aus unserem Programm die Porzellanartikel aus, die Sie gerne mit Ihrem Logo versehen möchten. Jeder Artikel aus unserer Kollektion lässt sich individuell veredeln. Wenn Sie große Auflagen planen, z.B. Kaffeebecher, dann  können Sie bei uns gleichzeitig auch individuelle Artikel, z.B. Kannen, Vasen o.a. kostengünstig mit anfertigen lassen! Auflagen unter 300 Porzellanartikel können wir leider aus Gründen der Rationalität nicht fertigen.

Schritt 2 - Logovorlage: Entscheiden Sie sich für Ihr individuelles Logo und beachten Sie, dass jede Farbe und jede einzelne Größe Geld kostet. Je weniger Farben, desto günstiger die Vignettenanbringung. Möchten Sie z.B. Tassenserien mit verschiedenen Tasseninhalten veredeln lassen, entscheiden Sie sich für eine Logogröße einheitlich für alle Tassentypen, das wird für Sie erheblich günstiger! das Logo können wir in den Formaten jpg., gif., eps. und pdf. verarbeiten.

Schritt 3 - Platzierung: Definieren Sie, wohin die Vignette angebracht werden soll und wie groß Ihr Logo sein soll. Bei Trinkbechern wäre z.B. üblich: Logo 4 x 5 cm, mittig am Körper, symmetrisch zwischen Henkel und Becherfront. Vignetten im Inneren von Bechern fertigen wir (Stand 07/2007) nicht. Mundränder und Bordringe müssen 2 cm vom Lippenrand entfernt sein. Vignetten, die unmittelbar mit Speisen und Getränken in Berührung kommen, sind teuerer und es steht nur eine kleine Farbpalette zur Verfügung.

Schritt 4 - Lieferzeit: Legen Sie die Lieferzeit für die Produktion Ihres individuellen Porzellan selbst fest. Je kürzer die Lieferzeit ist, desto weniger Chancen haben wir für eine umfangreiche Produktionsrecherche. Beachten Sie, dass bei einer 3 monatigen Lieferzeit die Veredlungskosten i.d.R. weniger als 1/3 betragen, als bei einem 4 wöchigen Produktionswunsch! Lieferzeiten unter 3 Wochen sind für uns undurchführbar!

Schritt 5 - Haltbarkeit: Definieren Sie für sich, wie lange die Vignette halten soll. Wir unterscheiden in Spülmaschinen geeigneter und in Spülmaschinen fester Anbringung. Soll die Vignette "auf ewig" halten, erstellen wir grundsätzlich nur Inglasurvigentten.  Aufglasurvignetten halten circa 800 bis 1.000 maschinelle Spülvorgänge (hierbei handelt es sich jedoch um einen Minimalwert, der in den meisten Fällen erheblich überschritten wird).

Schritt 6 - Markenrechte: Vergewissern Sie sich, dass die von Ihnen gewünschte Logovorlage nicht mit Schutzrechten Dritter versehen sind. Wir haften ausdrücklich nicht für den Verstoß von Urheber- oder Patentrechten bei uns eingeeichter Vignettenvorlagen. Beachten Sie bitte, dass Sie selbst für das Inverkehrbringen dieser Ware verantwortlich sind.

Schritt 7 - Die Anfrage: Senden Sie uns nun per Post oder per Email Ihre detaillierte Anfrage. Sie erhalten das Preisangebot und einen Platzierungsvorschlag innerhalb von 8 Tagen zurück.

Schritt 8 - Der Auftrag: Nachdem Artikel, Vignettenfarbe, Anbringung und Auflage klar sind und Sie sich für eine Auftragserteilung entscheiden benötigen wir zur Durchführung der Produktion einen verbindlichen Auftrag.

Schritt 9 - Das Freigabemuster: Etwa 4 Wochen nach Auftragserteilung erhalten Sie das sog. Freigabemuster. Dies wird in 2-facher Ausfertigung gebrannt und dient Ihnen und uns als Auftragsbeleg. Dieses Muster muss schriftlich freigezeichnet werden und wird anschließend archiviert.

Schritt 10 - Die Lieferzeit: Abhängig von Ihrer Lieferzeitvorgabe erfolgt die Lieferung zwischen 4 und 16 Wochen nach Auftragserteilung. Lieferzeiten gelten erst ab dem Zeitpunkt der schriftlichen Freigabe des Auftragsmusters.   

Andere Farben können wir gerne anbieten, wobei die Farbentwicklung aber eine längere Zeit in Anspruch nimmt und den Aufwand eines Probebrandes verursacht (Mehrkosten ca. Euro 120,00 pauschal). Wir schlagen deshalb vor, sich an unsere Standard-Farbkollektion zu halten, denn mit diesen Colorationen haben wir bereits unsere Erfahrungswerte für die Porzellanveredlung.

Eine der bedeutenden Hersteller für keramische Farben ist die Deutsche Gieß- und Scheideanstalt kurz "Degussa". Mit den nachfolgenden Links möchten wir Ihnen die Informationen dieser Firma über deren Farbeigenschaften und Spülmaschinenfestigkeiten weitergeben:

 

../weissporzellan.de/Vignettenporzellan.de/Degussa01.jpg

../weissporzellan.de/Vignettenporzellan.de/Degussa02.jpg

../weissporzellan.de/Vignettenporzellan.de/Degussa03.jpg

  
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