
| Warum ist übergroßes Porzellan eigentlich so selten und vor allem, so teuer? Nun, die Antworten auf diese Fragen sind relativ einfach und verständlich! Backen Sie mal zu Hause einen normalen Kunden (Æ ca. 30 cm) und danach backen Sie einmal einen Kuchen für 12 Personen mit 50 cm Durchmesser... So ähnlich geht des Porzellanfabriken! Die Zutaten sind zu wenig, Rezepturen müssen neu zusammen gestellt werden und der Ofen ist zu klein. Hat man dennoch einen geeignet großen Brennraum, ist am Ende der Teig nicht aufgegangen oder die Form ist zusammen gefallen! So geht es den meisten Porzellanfabriken... So backt man lieber 3 kleine Kuchen für 4 Personen als eine nicht gelungene Riesentorte... So geht es den deutschen Porzellanfabriken... Mit der Liebe zu Porzellan und von unnachgiebigen Pioniergeist getrieben, haben wir zusammen mit unseren Werkspartnern Verfahrenstechniken entwickelt, auch Riesenporzellan "bezahlbar" herzustellen und getreu unserem Motto "Schlicht & Stark" aufzulegen. Wir geben Ihnen hier einen kleinen Einblick hinter die Kulissen... |  | Der Formenbau für solche Riesenartikel erfordert große Sorgfalt und vor allem, außergewöhnliches Können. Ist aus der "Mutterform" dann die "Produktionsform" gegossen worden, kann es mit der Herstellung losgehen! Die zweiteilige Form muss vollständig gesäubert werden, schon ein Staubkrümel verunstaltet hinterher das fertige Porzellanstück! Auf den Ober- und Unterseiten der Formen befinden sich Öffnungen, sog. Kanäle, die beim Aufeinanderstapeln miteinander verbunden werden. Sind die Formen in der Presse aufgestapelt, muss nochmals mit Druckluft der Kanalweg freigeblasen werden, damit keinerlei Rückstände von Staub oder Sand in den Formen verblieben ist. Mit dem Druck eines 500 PS starken Lastwagen wird nun zähflüssige Porzellanmasse aus einem Rohstoffsilo in die Formen "eingeschossen" bis die Formen komplett befüllt sind und die Masse oben, aus dem letzten Kanal wieder ausdringt. Dieser Vorgang kann mehrere Stunden dauern, je nach Klima, Anzahl Artikel und Größe der Form. Der Porzellanbauer braucht viel Erfahrung, die richtigen Fertigungsschritte zeitlich zu terminieren und aufeinander abzustimmen. |  | Es braucht seine Zeit, bis die Porzellanmasse in den Formen angetrocknet ist und diese dann geöffnet werden kann. Mit viel Geschick und Erfahrung muss die Form geöffnet werden, denn schon ein kleiner Rest Masse, der am Formengrund haften bleibt, lässt den Körper reißen und der Artikel nicht mehr zu gebrauchen. Mit Pressluft wird danach der Teller vom zweiten Teil der Form gehoben, damit er anschließend umgekehrt auf Trockungswagen verbracht werden kann. Je nach Fabrik werden dafür Öfen oder Kammern verwand, die der Porzellanmasse bis zu 20% Feuchtigkeitsanteil zu entziehen. Nach etwas mehr als einem Tag ist unsere Porzellanplatte ausgehärtet und kann nun "ausgeputzt" zu werden. Per Hand werden Rückstände vom lederharten Porzellankörper gewaschen, bis der Teller der "Vorbrandprüfung" unterzogen wird. |  | Die Produktionsleitung prüft nun die "vorgeglühte" Ware nochmals, denn nur "perfekte" Teller sollten in den Hartbrand gelangen. Stück für Stück wird dabei ein weiteres Mal in die Hand genommen und jeder Millimeter der Oberfläche mit Kerosin bepinselt. Nur so erkennt man, ob der Vorbrand Risse und Unebenheiten in der Form hinterlassen hat. Das teuerste am Jumboporzellan ist der Hartbrand! Deshalb ist es so wichtig, vorher alle Schadensquellen so gut es geht auszuräumen. Ist der Teller für gut befunden, kann er nun glasiert werden. Da wir hier ein wirklich spezielles Verfahren dazu einsetzen, können wir Ihnen zu diesem Vorgang leider kein Bild zeigen. Nur so viel sei verraten: Auch beim Glasieren benötigen wir viel Handarbeit! |  | Nach der Glasur kann unser Teller nun im Ofenwagen bestückt werden. Im Abschnitt Warenkunde/Porzellanbrand haben wir bereits die Besonderheiten des Porzellanbrand beschrieben. Wie (!) extrem teuer der Porzellanbrand von Riesenporzellan ist, können Sie auf diesem Bild gut erkennen. Pro Ofenwagen können wir gerade mal 3 Teller brennen, denn unsere "Jumbobowl" kann nur in der obersten Etage des Ofenwagens gelingen. Sie braucht unglaublich viel Raum, die thermische Atmosphäre des Ofen für den Endbrand in sich aufzunehmen (die Hausfrau würde dazu garen sagen). Der Ofenwagen ist nun in unserem 76 Meter langen Tunnelofen insgesamt 18 Stunden unterwegs und etwa in der Mitte mehr als 1.370 ° C ausgesetzt. 3 Teller, 18 Stunden Brenndauer und - alle Arbeitsgänge der Pastabowl 49 zusammengerechnet - mehr als 630 kg Porzellan von Hand gehoben. |  | Wen wundert es da, wenn am Ende eines Arbeitstages alle ziemlich geschafft sind! Für eine Auflage von 1.000 Pastabowls 49 cm hat ein Team von 12 Spezialisten rund 3 Monate lang hart gearbeitet. Die Herstellung von Jumboporzellan ist nicht nur etwas "für Starke Männer" sondern eine Aufgabe für Liebhaber, die mit der Herstellung von Porzellan groß geworden sind. |  | Special thanks for this realization to our friend and partner Mr. Peng She Zhou |
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