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Rollen

Produktionsverfahren: Rollen

 

 

Grundsätzlich gibt es 2 traditionelle Produktionsmethoden, Tassen, Trink- und Kaffeebecher herzustellen:
 

a) der Guss - in einem Stück oder

b) das Rollen (Drehen) mit einer nachträglichen Henkelanbringung.
 

Erste vollautomatische Press-Straßen sind ebenfalls schon vorhanden, wir möchten uns aber hier mit den gängigen Fertigungsmethoden beschäftigen.

 

 

 

Klein und unscheinbar, aber dennoch ein Leistungsriese wie sein "Tellerkollege" ist der Becherautomat als Einzelplatzgerät. Müsste man nicht den Henkel per Hand an den Becherkörper setzen, wäre die Produktionskapazität dieser kleinen Maschine riesig. Bis zu 720 Becherkörper können pro Stunde auf einem einzigen Einzelplatzautomaten pro Stunde im Akkord hergestellt werden. Diese relativ simplen Maschinen wurden in Europa mit zunehmender Industrialisierung durch Becherautomaten oder durch sog. Halbautomaten ersetzt, die mit unglaublichen Kapazitäten aufwarten. Die Umrüstung dieser Maschinen ist jedoch aufwendiger, was bei vielen Herstellern klar zu Lasten der Bechervielfalt geht. Wir bieten mit unserer umfangreichen Kollektion Trinkbecher aller Fertigungsmethoden an, ohne dass das Produkt selbst seine Fertigungsart verrät.

 
 
 

 

 

Das Rollen in mehrteiligen Formen

 

Besonders teuer und Aufwendig ist die Herstellung von konischen Becher oder nach oben verjüngende Hohlkörper aus Porzellan. Hier versagt der klassische Stempeldreher an der aufsteigenden Form des Porzellankörper.

 

Es bedarf in solchen Fällen einer zweiteiligen Form! Anders ausgedrückt: Ein so hergesteller Kaffeebecher, wie z.B. unser Haferl, die Omatasse oder auch der Schwappschutzbecher Peter 

verursacht die doppelten Formkosten und den doppelten Formverbrauch wie ein zylindrischer Hohlkörper.

 
 

 
 

Der Stempelroller für Schalen und Schüsseln

 

Nach dem gleichen Prinzip wie der Einzeldreher für Becher arbeitet der "kleine Bruder" als Stempelroller. Er arbeitet mit einer geringeren Drehgeschwindigkeit und damit etwas langsamer als sein großer Bruder, was ihm aber eine besondere Qualität verleiht: Porzellankörper mit einem Relief gelingen auf ihm besser und schöner! Das macht ihn vor allem für Ramequinformen und ähnliche Artikel so beliebt. In Asien gibt es eine Vielzahl von Familienbetrieben, die mit einem, bzw. 2 Stempelrollern und einem kleinen Kammerofen für große, namhafte Fabriken günstig zuliefern. So kann eine Person alleine einer ganzen Familie ein gutes Leben sicherstellen.

 

 

Die halbautomatische Becherfertigung

 

 
 
Im Gegensatz zum Einzelplatzroller laufen auf der "Becherstrasse" mehrere Becher einer Form in halbautomatischer Produktionsweise. Auf den Sog. Mehrarmmaschinen sind die Formen auf einer drehbaren Scheibe angebracht und die Porzellanmasse wird mit dem "Stempel" in die Formen eingepresst. Diese Fertigungsmethode eignet sich vor allem für zylindrische Artikel oder nach oben hin konische Porzellanbehälter. Durch den Einsatz dieser Maschine wird ein hoher Grad an Präzision erreicht und die Qualität der Endware ist meist höher als die des Einzelrollers. Dagegen sind die Grundkosten im Formenbau erheblich höher und verlangen eine wesentlich größere Auflage der Porzellanartikel.