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Produktion

Produktions- & Fabrikationsstätten von Holst Porzellan

 

 

In den ersten 4 Jahrzehnten unserer Firmengeschichte betrug der Anteil Deutschen Porzellans in unserer Kollektion noch mehr als 95%. Anfang der 90er begann dann das große Sterben der Traditionshersteller Eschenbach, Winterling, Schwarzenbach, Hutschenreuther, Kronester, Schirnding, Mitterteich, Rosenthal, Arzberg u.v.a. Premiumhersteller mussten Insolvenz anmelden und konnten ihre Fabrikationsstätten nur teilweise mit neuen Kapitalgebern erhalten. Oft wurden auch nur die Namen verkauft und dienen heute lediglich als deutschklingende Aushängeschilder ausländischer Porzellanhersteller. Fakt ist, dass sich der Anteil deutscher Geschirre am Weltmarkt von 1976 bis 2012 mehr als halbierte.

 

Wir haben die deutsche Porzellanindustrie einen Teil ihres Weges begleitet. Doch die Seehoferschen Gesundheitsreformen seit 1992, der allgemeine Wertewandel der Gesellschaft und ein zunehmender Kostendruck auf die gewerblichen Verbraucher (Hotels, Restaurants, Kantinen, Krankenhäuser) erforderte eine Neuorientierung unserer Sortimentskonzeption und eine kostenorientierte Ausrichtung auf die realen Bedürfnisse professioneller Gastgeber. Es galt eine Profikollektion aufzubauen, die neben den bedeutenden Markenherstellern wie Bauscher, Schönwald oder Seltmann eindeutige Merkmale einer hohen Eigenständigkeit aufweist.

 

Dabei war es notwendig, sich von den Massenproduktionen der automatischen Porzellanfertigung abzusetzen und kleine, leistungsfähige Serien, Produktspezialitäten und Geschirrteile mit besonderen Funktions- oder Designmerkmalen zu entwickeln. In dritter Generation haben wir mit eigenen Produktideen, eigenen Formen und einer hohen Porzellankompetenz unsere Kollektion neu aufgestellt und inzwischen mehr als 4.000 Artikel und Ideen in weißem Porzellan realisiert. Um eine solch anspruchsvolle Kollektion zu pflegen, bedarf es weitaus mehr als nur einer Fabrik!

 

Die Herstellungsverfahren der Porzellanfertigung sind sehr unterschiedlich, es wird gerollt, gegossen, gedreht und gepresst. Dabei gibt es die traditionellen, handwerklichen Fertigungsmethoden als auch halbautomatische und vollautomatische Produktionsprozesse. Kein Hersteller kann all diese unterschiedlichen Fertigungsarten gleichermaßen leistungsfähig darstellen. Weitaus entscheidender waren für uns aber die unterschiedlichen Anforderungen an Qualität, Ausführung und Preis einer Profikollektion. Die Premiummarken decken das gesamte Kundensegment mit einer Kollektion und Qualitätsstufe ab, gelegentlich nur mit leichten Sortierungsunterschieden. Holst Porzellan lässt in mehreren Fabriken und Ländern für die jeweils definierte Zielgruppe des Geschirrs fertigen. Ein Teller für die low-budget Gastronomie (Festzelt, Heime, Anstalten, Justizvollzug) muss keineswegs dieselben Qualitätsmerkmale aufweisen, wie ein Bankettteller für einen Staatsempfang. Dabei obliegen Farben, Glasuren, Scherbenstärken, Aufmachungen und Qualitäten fest definierten Vorgaben, so dass am Ende eine einheitliche Kollektion entsteht.

 

Damit haben wir uns etwas getraut, was sich bislang kein deutscher Hersteller getraut hat: Unter einer Marke eine ganzheitliche Kollektion mit unterschiedlichen Qualitäten anzubieten! Dieses "Know-how" stellt eine der Kernkompetenzen unserer Kollektion Schlicht & Stark dar. Inzwischen fertigen sowohl namhafte als auch unbekannte Produzenten das Geschirr für Holst Porzellan. Gelegentlich entstammen sogar teure Premiumprodukte aus derselben Fertigung wie Holst Porzellan. Wir sind Hersteller im Sinne der EU-Regulation-85-374, das ist für unsere Kunden wichtig!

 

Die Produktionsstätten von Holst Porzellan befinden sich u. a. in

- Osteuropa
- Mittlerer Osten
- China
- Vietnam
- Thailand

 

Jeder Produktionsstandort wird von uns mehrmals im Jahr persönlich in Augenschein genommen, um die Einhaltung unserer ökonomischen, humanitären und qualitativen Vorgaben zu gewährleisten und die Verhältnisse vor Ort selbst zu kontrollieren. Eigene Mitarbeiter überwachen vor Ort die laufenden Produktionen stetig.

 

Preis, Qualität und Leistung unserer Produkte sind für uns ebenso wichtig, wie eine ökologische Verträglichkeit unserer Produktionsstätten, wie auch die Sicherstellung sozialer Standards. Wer für Holst Porzellan produziert, muss den ILO-Kernarbeitsnormen entsprechen, beschäftigt weder Kinder, noch unterliegen die Arbeitsbedingungen unwürdigen Verhältnissen. Die Einhaltung der Menschenrechte, die Gleichbehandlung von Mann und Frau, Moslem und Christ, Jung und Alt oder Schwarz und Weiß sind Grundvoraussetzungen für eine Produktionspartnerschaft mit Holst Porzellan.

 

Dafür stehen wir mit unserem guten Namen!
Holst Porzellan
seit 1955!