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Ausgabe 12/2017


 

Abschluss 2017

Die vergangenen zwölf Monate des scheidenden Kalenderjahres sind mal wieder wie im Flug an uns vorübergezogen. Viel Unerledigtes bleibt liegen, viel Unerwartetes haben wir geschafft. In dem großen Logbuch unserer Firma finden sich für 2017 nur kurze Einträge. "... Auf unserem Kurs wiedermal viel raue See. Über den Wind konnten wir nicht bestimmen, aber die Crew hat unser Segel gerichtet. Am 26. September 2017 ist die langjährige Prokuristin und Mitbegründerin der Knud Holst Industrievertretungen CDH in Köln im Alter von 85 Jahren von Bord gegangen und hat das Schiff verlassen. Smutje Marvin Felbach hat das Seemannspatent erhalten und ist nun Steuermann, die Mannschaft wird jünger. Unser Kurs "hart Achtern" dem digitalen Passat zu folgen war goldrichtig und hat uns vor mancher Flaute bewahrt. Wir haben unseren Hafen Ende Dezember sicher erreicht und die Mannschaft heuert aus in den Weihnachtsurlaub. Ein heller, breiter Silberstreif am Horizont lockt uns aber schon wieder zu neuen Taten..." Am 1. Oktober 2018 segeln wir 20 Jahre unter der eigenen Flagge "Holst Porzellan/Germany" und haben uns von einer kleinen Jolle zu einer ordentlichen Handelsflotte entwickelt. 

Im Zusammenschluss mit unserem Schwesterunternehmen in Hong Kong ist es uns im Jahr 2017 gelungen, an die Erfolge vor "AD586" anzuknüpfen und blicken auf eines der besten Kalenderjahre unserer Firmengeschichte zurück. 

 

Das alles haben wir unseren Kunden, unseren Partnern und unseren Mitarbeitern zu verdanken! Ihnen allen dafür einen herzlichen Dank.

 

 


 

 

Porzellanofen-Holst-Porzellan

 

Das EU-Fragezeichen 2018

Auf den vergangenen drei bedeutenden Asiamessen im Herbst 2017 - Hong Kong, Guangzhou und Delhi - wurde kräftig orakelt, was uns 2018 im Hinblick auf Antidumping Duty und Preisentwicklung wohl bringen wird. Nach dem Reglement der EU-Grundverordnung sollte der Strafzoll für Porzellan aus der VRC im Mai 2018 wegfallen. Doch Brüssel hat vorgebaut und am 5. Dezember eine neue Gesetzesvorlage zur Entscheidungsreife geführt. Damit soll dem Gerangel zwischen EU und China ein Ende gesetzt werden und das Veto der Europäischen Union über den Zuspruch des marktwirtschaftlichen Status Chinas 2016 aufgehoben werden. Ohne diese Veränderung der Grundverordnung hätte die marktwirtschaftliche Anerkennung Chinas eine automatische Aufhebung aller bisher beschlossenen Antidumpingmaßnahmen zur Folge. Die neue Anti-Dumping-Methode wird Fälle ermitteln und beseitigen, in denen "Preise eingeführter Produkte aufgrund staatlicher Eingriffe künstlich gesenkt werden“, heißt es in der Mitteilung des EU-Rates. Der estnische Handelsminister Urve Palo betonte, dass der Werkzeugkasten für Anti-Dumping-Maßnahmen, die den europäischen Herstellern ein faires Handelsumfeld bieten sollen, gestärkt worden sei. Mit den neuen Richtlinien will die EU die frühere Unterscheidung zwischen Marktwirtschaften und Nicht-Marktwirtschaften zur Berechnung des Dumpings beseitigen. Dabei solle das kleine Schutzniveau für alle Erzeuger beibehalten werden, heißt es weiter. Die EU-Kommission müsse künftig das Vorliegen einer „erheblichen Marktverzerrung“ zwischen Verkaufspreis und Produktionskosten eines Produktes nachweisen. Zum Vergleich könnten dabei die Preise für die Ware in Ländern mit ähnlichem wirtschaftlichen Entwicklungsstand oder bei relevanten unverzerrten internationalen Kosten und Preise bezogen werden, so der EU-Rat weiter. Zudem werde die EU-Kommission spezifische Berichte für Länder und Sektoren verfassen, in denen die Marktverzerrungen beschrieben werden. Die Veröffentlichung im EU-Amtsblatt sei für den 19. Dezember zu erwarten. Einen Tag später sollen die geänderte Anti-Dumping-Regeln in Kraft treten. Die Änderung der Anti-Dumping-Methode hatte die EU-Kommission im November 2016 vorgeschlagen. Die spezifischen Anpassungen seien länderneutral formuliert, womit die Richtlinie in vollem Umfang die Anforderungen der WTO-Verpflichtungen erfülle.

Damit ist ein wichtiger Schritt getan, diese erhebliche Einnahmequelle der Union weiter sprudeln zu lassen. Wir rechnen nicht mit einer Aufhebung der Maßnahmen in 2018.

 

 


 

 

Porzellanofen-Holst-Porzellan

 

Porzellan, Kälte und Umweltschutz

Als China im September 2016 dem G-20 Umweltabkommen beigetreten ist, fiel der Startschuss für viele Veränderungen im Hinblick auf den Produktionsstandort und die Exportorientierung energieintensiver Güter. Ministerpräsident Xi Jinping versprach, den Emissionsausstoß Chinas mit allen Kräften zu verringern und bereits 2017 wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Zwischen Mai und Oktober 2017 wurden viele Produktionsstandorte für Porzellan - und auch andere Güter - geschlossen, die einen festgelegten Ausstoßwert überschritten haben. Die meisten dieser Fabriken betrieben konventionelle Kohleöfen. Die Papierindustrie wurde massiv beschnitten, was eine Verteuerung der Erzeugnisse - auch Verpackungen - von bis zu 40% verursachte. Aber auch das Heizen mit Kohle wurde vielerorts verboten und ganze Städte kurzerhand auf Gas umgestellt. Mit dem Kälteeinbruch im Winter 2017 stellte sich aber ein neues Problem dar. China verfügt nicht über genügend Gas, um den gestiegenen Verbrauch abzudecken. In der Folge wird eine Reihe von Porzellan- und Glasfabriken aufgrund der Geringwertigkeit der Produkte im Vergleich zu technischen Gütern nicht mehr mit Gas beliefert. Viele Porzellanfabriken werden deshalb das geplante Auftragsvolumen bis Chinese New Year nicht mehr erfüllen können und schon Ende Dezember 2017 die Öfen abstellen.  

Nach vorsichtiger Schätzung wird dieser Umstand bis in den Sommer 2018 zu Lieferengpässen führen. 

 


 

 

Preisentwicklung 2018 für Porzellan & keramische Erzeugnisse

Anlässlich der alljährlichen Herbstreise zu unseren Fabriken sahen wir uns mit Preissteigerungsraten von bis zu 12% konfrontiert. Die Verteuerung der Verpackungsmaterialen, neue Umweltauflagen, das Dauerproblem überhaupt noch Arbeiter zu finden und letztlich der Währungsanstieg des Yuan (RmB) machen den chinesischen Herstellern stark zu schaffen. Indien und Bangladesch kämpfen mit einer Verteuerung des Brennstoffs Gas von bis zu 60% durch den Entfall staatlicher Subventionen und Vietnam ist an einer Ausweitung der Exportquoten aufgrund einer stabilen Binnennachfrage nicht interessiert. Aus Richtung Asien sind daher spürbare Preiserhöhungen zu erwarten, bzw. für die zweite Jahreshälfte 2018 bereits vereinbart. Als Faustregel dabei gilt: Je größer oder schwerer ein keramisches Erzeugnis, desto höher seine proportionale Preissteigerungsrate. Porzellan wird 2018 definitiv teurer.

 

 


 

 

Preisrunde 2018 bei Holst Porzellan

Auf der einen Seite eine Erhöhung der Produktionskosten zu kompensieren, andererseits dem Streben nach einem ganzen Feuerwerk von Jubiläumspreisen für das 20-jährige Markenbestehen von Holst Porzellan zu folgen, war eine schwierige Aufgabe, die sich anhand von Zahlen rechnerisch nicht lösen ließ. Wenn etwas teurer wird, gehen die Preise nun mal nach oben und bei der Frage "wer kann oder will Preise produktionsseitig subventionieren" war die Zahl der Anwärter plötzlich Null. Wem selbst zu wenig übrig bleibt, der kann nichts mehr geben. Tatsächlich lässt sich so die Situation der Mehrheit aller (noch lebenden) Porzellanfabriken beschreiben. Woher nehmen wenn nicht stehlen? Zusammen mit Banken, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern ist es uns gelungen, zum Jubiläumsjahr 2018 trotzdem die ein- oder andere Rakete für das Feuerwerk zu zünden! Durch ein recht "sportliches" Bilanzierungsmodell werden wir die Gewinne der Gesellschaften von drei Jahren (in Halle/Westfalen und Hong Kong) über von uns subventionierte Waren an unsere Handelspartner weitergeben. 

Das erfolgt in verschiedenen Modellen.

 

Preisrunde2018

 

1. Wir erhöhen nur die Produkte, bei denen aufgrund bereits ausgehandelter Preise bis Ende 2018 eine Kompensation unvermeidbar ist. Davon betroffen (rot) sind 12% des Sortiments mit einer Steigerung >5%, 14% <5% (orange) und ganze 24% (gelb) mit < 3%! Mit anderen Worten: Nur die Hälfte des Sortimentes wird überhaupt von einer Preiserhöhung in 2018 betroffen sein, ein Viertel mit weniger als 3%. 

 

2. Bei allen Artikeln, die wir aufgrund vorausschauender Reichweitenanalyse ausreichend bis zum Sommer verfügbar haben, sind in der Preiskalkulation mit 0% Erhöhung belassen. Mehr als ein Viertel des Sortimentes bleibt damit in 2018 im Preis stabil und wird sich nicht verändern.  

 

3. Knapp ein Viertel des Sortiments (dunkelgrün) haben wir für 2018 reduziert! Dabei konnten wir Preissenkungen bis zu 75% durchführen! Diese Maßnahme, bzw. der konkrete Verzicht auf Handelsspanne in einem derartigen Ausmaß, soll vor allem die Produkte beleben, die von unseren Handelspartnern bislang als "zu teuer" bewertet bzw. von anderen Herstellern leistungsfähiger dargeboten wurden. Diese Maßnahme wird die Marktfähigkeit der in Frage kommenden Produkte eigenständig darstellen und viele Karten neu mischen! Viele interessante "Schnelldreher" wie Pizzateller, Pastabowls, Coupteller u. v. a. haben wir zu Gunsten der gesunkenen Lagerkapazitäten unserer Kunden unter das Niveau bisheriger Großabnehmerpreise abgesenkt.  

 

4. Alle Preissenkungen werden ab dem 01.01.2018 verrechnet und fließen in alle offenen Bestellungen automatisch ein!

 

5. Alle erhöhten Listenpreise berechnen wir erst für Lieferungen nach dem 28. Februar 2018. Sie haben also zwei Monate Zeit, Ihre Dispositionen zu treffen und selbst für den Kreis von einer Erhöhung betroffener Produkte einen gesunden Vorrat noch zu alten Preisen anzulegen. 

 

6. Im Verlauf des Jahres 2018 werden wir mit weiteren verkaufsaktiven Maßnahmen aufwarten. In der Vorschau sehen wir....  o) bis zu 20% Frühbucherrabatt auf erteile Vororder..... o) Preisfestschreibungen durch Devisen-Swap.... u.a.. Lassen Sie sich überraschen von modernen, innovativen Modellen gemeinsam in unseren Märkten zu bestehen. 

 

   


 

 

Jahresbaschluss-Lieferstopp-Holst-Porzellan

 

Jahresschluss & Lieferstopp

Der letzte Warenausgang vor Weihnachten erfolgt in diesem Jahr am 21.12.2017. Wir geben unser bestmögliches für Sie, alle bis zum 20.12.2017 eingehenden Bestellungen noch in diesem Jahr zu Ihnen auf den Weg zu bringen.

Zwischen den Jahren bleibt das Lager geschlossen und der reguläre Geschäftsverkehr beginnt im neuen Jahr am Dienstag, den 02.01.2018. Die erste Stückgut-Abholung erfolgt am 03.01.2018, sodass die ersten Zustellungen ab dem 04.01. erfolgen. Bis sich der Warenverkehr im Netzwerk der Speditionen normalisiert hat, wird es voraussichtlich bis in die 2. KW 2018 dauern. 

 

 


 

 

 

Weihnachtsfeier2017

 

Wir von Holst Porzellan 

danken unseren Kunden und vor allem unseren Handelspartnern, 

die sich für den Vertrieb unserer Produkte einsetzen und den wichtigsten Baustein unseres Erfolges darstellen. 

Ihnen allen wünschen wir eine gesegnete Weihnacht, ob Sie diese nun christlich feiern

oder dazu nutzen, am Ende des Jahres zur Ruhe zu kommen und im Kreis von Freunden und Familie ein paar schöne Stunden erleben. 

Einen guten Rutsch ins neue Jahr 2018 wenn es wieder heißt "Leinen los und ab gehts"!

 

Herzlichst Ihr

Team von Holst Porzellan

 

 

 


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