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Hartporzellan

Die korrekte Definition von Hartporzellan

 

Fabrikhalle1

 

Der Begriff "Hartporzellan" ist ursprünglich eine reine Deutsche Qualitätsbezeichnung, die erst seit einigen Jahren in den internationalen Sprachgebrach einfließt. Inzwischen hat sich aber auch im Englischen der Begriff des "hard-porcelain" durchgesetzt und steht für hochgebrannte Porzellan bzw. Keramik (high fired porcelain / ceramics). Der überwiegende Teil der Deutschen Porzellanmarken (z.B. Bauscher, Kahla, Schönwald, Seltmann u.v.a.) produzieren Hartporzellan. Nach der Lehre des "Vater des Porzellan" Dr. Wilhelm Pukall entsteht Hartporzellan durch drei wesentliche Merkmale.

 

 

Diese Voraussetzungen lesen sich sehr einfach und verständlich. Dahinter verbergen sich aber unglaublich viele "wenn - dann Regeln", von denen wir hier die wichtigsten aufzeichnen wollen.  

 

 


 

 

 

1. Regel für Hartporzellan - die Rohstoffe

Kaolin dient bei der Porzellanherstellung der Plastizität und benötigt für den Brand hohe Anteile von Quarz (für die Härte) und Feldspat (als "Klebstoff" und Flussmittel). Abhängig vom Hersteller, gewünschter Farbe, Härte und Resistenz kommen weitere Zusatzstoffe hinzu.  

 

 

2. Regel für Hartporzellan - die Glasur

Der hohe Bestandteil an Feldpat in der Glasur beschert dieser übrigens ihren Namen "Glas". Die für die Glasur verwendeten Kaliumfeldspate schmelzen im Glasurbrand vollständig zu einem "Glas-Feldpat" und bilden gemeinsam mit dem Scherben zunächst Primärmullit.    

 

 

3. Regel für Hartporzelan - das Sintern

Um den Quarzanteil - als härtesten Rohstoff in der Porzellanmasse zum Einschmelzpunkt zu bringen  - muss das Gemisch oberhalb von 1.320 ° C erhitzt werden. Dabei verhärtet das Primärmullit zu Nadelmullit und verstärkt die unterschiedlichen Mineralkomponenten letztlich zu dem was wir als Hartporzellan bezeichnen.  

 

 

4. Regel für Hartporzellan - Porosität des Scherben

Ohne gemeinsame Anwendung der Regeln 2 und 3 kann ein Scherben keine Porosität von 0,01 bis max 0,09% erreichen. 

 

 

5. Regel für Hartporzellan - Transparenz

Ohne gemeinsame Anwendung der Regeln 1 und 3 entsteht keine Transparenz.

 


 

 

Das Ausschlussprinzip

 

Aus den o.g. Faktoren lässt sich ein simples Ausschlussprinzip erstellen, was alles eben kein Hartporzellan ist!

  • Geringer Kaolinanteil
  • Scherben ohne Mullitanteil
  • Brenntemperatur kleiner als 1.300 ° C.

 


 

 

Hartporzellan in der Gastronomie

 

In der Gruppe der Geschirre für die Hotellerie und Gastronomie nimmt Hartporzellan den ersten Platz in Punkto Glasurhärte ein und gewährleistet so die  geringeste  Glasurkorrosion. Die hygienischen Vorteile von Porzellan stehen ferner weit über allen anderen Materialien, die in der Gewerbeküche verwendet werden. Hartporzellan im gewerblichen Bereich ist unersetzbar! Alle weiteren Details lesen Sie bitte hier: Porzellan.

 

 


 

 

Hartporzellan bei Holst Porzellan

 

Der größte Teil unserer Kollektion ist in der Qualität Hartporzellan hergestellt. Dieser Güteklasse mindestens gleichzusetzen sind die Weiterentwicklungen aus unserem Hause mit einem höheren gastronomischen Nutzen: "Alumina Porzellan", "High Alumina" und "Ultra Alumina".  Zur besseren Unterscheidung der keramischen Arten lesen Sie auch unseren Beitrag Güteklassen der Keramik.