Drucken

Glasuren

Glasuren

 

 

Die Glasur dient der Oberflächenveredelung der meisten Keramikprodukte und ist im Gegensatz zum kristallinen porösen Grundstoff eine glasartige, geschlossene Oberflächenschicht. So konnten auch bei niedriger Brenn-Temperatur Artikel hergestellt werden, die zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und Getränken geeignet sind. Letztlich entscheidet vor allem die Glasur über die Wahrnehmung von Qualität und Ausführung des Porzellangeschirrs beim Verbraucher und kann daher als "äußeres Gewand" des Porzellan bezeichnet werden. 

 

 

Die Glasur entspricht in Ihrer Zusammensetzung dem klassischen Glas. Die Komposition, die Qualität, Grad der Mischung, Körnung und Aufbereitung der Glasuren sind in der Tat nicht beliebig multiplizierbar. Das eigene Know-how der Fabriken ist entscheidend, ob ein guter, bzw. gehobener Produktionsstandard eingehalten werden kann.

 

Dünner, glasartiger, meist durchsichtiger, farbloser, aber auch farbiger, dichter Überzug auf keramischen Erzeugnissen. Der glasierte keramische Gegenstand erhält dadurch nicht nur ein glänzendes Aussehen, sondern wird auch für Flüssigkeiten und Gase undurchlässig. Glasuren sind leichtflüssige, silicatische Glasarten von wechselnder Zusammensetzung.

 

Ein keramisches Produkt weist je nach Korngröße der Ausgangsmaterialien und der beim Brand entstandenen kristallinen Phase eine bestimmte Oberflächenrauheit auf, die vor allem Verschmutzungen begünstigt. Durch das Aufbringen einer Glasur wird die Oberfläche geglättet und auch farblich verschönert. Vor allem verbessert die Glasur aber ganz entscheidend viele technisch wichtige Eigenschaften des keramischen Produkts (z.B. elektrisches Verhalten, mechanische Festigkeit, chemische Beständigkeit und Ähnliches). Die Glasur ist flussmittelreicher als der gebrannte Keramik-Körper, der Scherben. Bei hohen Brenntemperaturen wirkt sie deshalb lösend auf den Scherben.

 

Die Folge ist die Ausbildung einer Zwischenschicht, die beim fertigen Produkt zu einer festen Verzahnung der Glasur mit dem darunter liegenden Scherben führt. Durch das Beimischen von Farbkörpern (Metalloxide) lassen sich die verschiedensten Glasurfarben erzielen.

 

Für den Festigkeit steigernden Effekt muss die Glasur sehr genau an den Wärmedehnungskoeffizienten des Scherbens angepasst werden. Leichte Druckspannungen in der Glasur erhöhen die Festigkeit des Fertigprodukts, Zugspannungen erniedrigen diese und sind daher unerwünscht. Engoben werden als dünne mineralische Beschichtungen auf keramische Oberflächen durch Tauchen, Walzen, Spritzen oder Pinseln aufgetragen. Anders als Glasuren sind Engoben porös und weitgehend frei von Glasphase. Sie bestehen in der Regel aus feuerfesten Oxiden (Al2O3, SiO2, MgO, ZrO2), Gemischen daraus oder feuerfesten Mineralen wie Mullit, Spinell, Zirkonsilikat, aber auch Kaolin oder Ton.

 

Handglasur