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Pizzaofen

Pizzaofen

 

Porzellan im Pizzaofen

 

Porzellan im Pizzaofen

 

Häufig finden wir die Bezeichnung "Feuerfest" oder "feuerfestes Porzellan". Man sollte dabei beachten, dass diese Bezeichnung bislang (Stand 01.06.2014) weder zertifiziert noch nach festgelegten  Normen definiert worden ist. Tatsächlich gibt es eine Art von Spezialporzellan, die enorme Eigenschaften über Hitzebeständigkeit aufweist. Dies sind aber Spezialteile wie Schmelztiegel, Abdampfschalen und besonderes Laborporzellan, das über die Beimischung besonderer Rohstoffe oder über eine Änderung der klassischen Materialkomposition (z. B. durch einen erhöhten Quarzgehalt) zu diesen Eigenschaften gezüchtet wird. Von Tisch und Tafel sind diese Porzellanmassen und Porzellanstärken jedoch weit entfernt.

 

Hier werden bestimmte Artikelgruppen wie Puddingformen, Ramequinformen, Back- und Auflaufformen, Eierpfannen und Cocotten mit einer dickeren Scherbenstärke hergestellt und verbessern somit schon rein physikalisch die generellen hitzebeständigen Eigenschaften des Hart- bzw. Feldspatporzellan. Deutsche Backformen, die aus "porzellanreinen" Rohstoffen gefertigt werden, sind meist weit über den gebräuchlichen Ofentemperaturen von 300°C  und mehr einsetzbar. Unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen (nachfolgend "Gebrauchstipps" genannt) kann diese Ware bedenkenlos eingesetzt werden. Anders verhalten sich vielmals die günstigen italienischen Backformen, vor allen die aus der Region um Rom und Civita Al Castellana. Die aus dieser Keramikregion stammenden Hersteller bezeichnen ihre Rohstoffkomposition zwar noch als "Porzellan", aber tatsächlich entspricht die Güte der Ware mehr einer "Stoneware", als dem Feldspatporzellan. Vor allem die italienischen Gastwirte wissen um dieses Problem, wenn ihnen plötzlich die günstigen Backformen in den Pizzaöfen "um die Ohren fliegen". Keinesfalls als "ofenfest geeignet" ist die meist in Verbrauchermärkten erhältliche "Billigware", die gerne aus portugiesischer Keramik oder aus osteuropäischem Steinzeug gemacht wird. Die dort auf der Ware angebrachten, zugesicherten Eigenschaften beziehen sich ausschließlich auf den Backofen im privaten Haushalt (Temperaturzone bis 220°C) und nicht für gewerbliche Pizzaöfen, die oft über 350°C arbeiten.

 

Die auch von uns gelieferte Feldspatqualität aus hotelgerechtem Hartporzellan beinhaltet die geschätzten Eigenschaften:

 

1. hohe Temperaturbeständigkeit

2. stets heißes Essen servieren; vom Ofen direkt auf den Tisch

3. lange Temperaturspeicherung

4. ansprechende Speisenpräsentation

5. gut geeignet für die Herstellung empfindlicher Speisen und Cremes

6. schnelles Überbacken ohne Umfüllen

 

Dabei sollten Sie aber einige Regeln einhalten, die wir Ihnen hier als Gebrauchstipps bekanntgeben möchten:

 

1. Vermeiden Sie den gefürchteten Temperaturschock (heiße Speisen in kaltes Porzellan oder warme Form in den Kühlschrank). Schon Oma wusste, dass man vor dem Einfüllen des heißen Kaffees die Kanne mit warmen und heißem Wasser langsam vorwärmt.

 

2. Stellen Sie niemals das Porzellan direkt auf den heißen Boden eines Back- oder Pizzaofens. Der Temperaturschock ist zu groß und das Porzellan wird zerbrechen! Verwenden Sie stets ein Gitter oder Drahtsieb als Unterlage für das Porzellan, dann haben Sie lange Freude am Einsatz ihres Ofenporzellans.

 

3. Die soeben aus dem Ofen entnommene Backform niemals auf einen kalten Untergrund wie Marmor- oder Steinplatten stellen; auch nicht auf Edelstahl-Arbeitsflächen! Auch hier eine Unterlage verwenden, denn Sie wiederholen sonst den Temperaturschock, nur umgedreht. Verwenden Sie ein Gitter oder eine geeignete, temperaturneutrale Unterlage. Meist reicht schon ein dickeres Küchentuch aus, die ofenheiße Backform abzustellen. 

 

4. Niemals eine erhitzte Backform unter kaltem Wasser "abschrecken". Auf diese Weise bricht das Porzellan garantiert.