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Spülbruch

Spülbruch

 
 
 
 
Spülbruch bei Porzellan
 

 

Gewerbliche Spülküchen haben oft einen hohen Durchlauf. Gelegentlich sind nur mangelhaft angelernte Mitarbeiter in diesen Bereichen beschäftigt, die dann eine gebotene Sorgfalt missen lassen. Der gefährlichste Punkt mit der höchsten Bruchgefahr ist der Arbeitsgang nach der Entnahme des gereinigten, heißen Porzellans aus der Spülmaschine. Trocknungsvorgänge erfolgen oberhalb von 90°C und das aufgeheizte Geschirr gelangt in den Abkühlungsvorgang. Dabei wirken Scherbe und Glasur unterschiedlich, denn die Glasur kühlt schneller als die Scherbe selbst. Der Porzellankörper gerät in eine natürliche Spannung und ist in dieser Phase besonders bruchempfindlich. Wird das Geschirr während dieser Temperaturangleichung in Stapler oder Körbe "unsanft" verräumt, wirkt diese zusätzliche, mechanische Belastung auf Scherben und Glasur erschwerend auf den thermischen Kühlungsvorgang ein und kann in dieser Kombination zu Spülbruch führen. Dieser Einwirkung können selbst ausgeprägte Stapelkanten nicht standhalten und das Porzellan bricht aus. 

 

Es kommt zu gefährlichen Verletzungsgefahren! Spülbruch (Bild oben: Henkelschlag) unterscheidet sich vom Henkelbruch durch eine raue Oberfläche der abgeschlagenen Bruchstelle und vor allem durch unterschiedliche Bruchkanten und Bruchhöhen.